Reibung ist vergänglich

Es schmiert!

Wer kenn nicht das Gefühl eines glatten Griffs, dessen Reibung auch nach fünf Mal "nachchalken" nicht besser wird?
Oder die Angst auf einem spiegelglatten Tritt abzurutschen? Wer weiß nicht über die Notwendigkeit des Putzens und macht es dennoch nicht?
Wer hat nicht schon einmal Tickmarks gesetzt mit dem Gedanken, sie nach dem Durchstieg zu entfernen, um sie im Siegestaumel dann doch (versehentlich) stehen zu lassen?
Es ist ein Problem, welches die gesamte Kletterszene durchzieht. Es betrifft die jungen Wilden genauso wie die alten "Bleausards".
Es geht uns alle an.
Denn zukünftig werden mehr und mehr Leute das Klettern für sich entdecken, noch mehr Menschen an die wunderschönen Naturfelsen strömen um das einzigartige, überwältigende Gefühl einer durchstiegenen Route zu spüren. Sie werden klettern und chalken, sie werden bouldern und durchsteigen, sie werden kraxeln und - sie sollten putzen. Vor jedem Einsteig, nach jedem Versuch und sowieso nach jedem Durchstieg.
Doch für viele endet das Klettern mit dem "Send". Wenige Gedanken werden an die nachfolgend Kletternden verschwendet, zu übermannend ist das Gefühl des Geschafften. Manchmal ist aber auch einfach das Putzen selbst eine Herausforderung: die Bürste mühsam aus dem Chalkbag herauszukramen um mit dieser die eigenen aufwändig gesetzten Tickmarks zu entfernen mit der Angst die Bürste durch "Fallenlassen" zu verlieren.
Wir sollten uns aber ins Gedächtnis rufen, dass das Putzen der Routen und Boulder genauso ein Teil des Kletterns ist. Der Teil der unsere geliebten Klassiker erhält, der Ceüse auch für nachfolgende Generationen zu einem lohnenden Ziel eines Trips macht und der verhindert, dass es in Zukunft noch öfters heißt "es schmiert". Wir haben es in der Hand!

Lasst uns unsere beliebten Spots gemeinsam erhalten!